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Wie die Laufzeit Ihres Handys verbessert werden kann
Als Sponsor von www.BatteryUniversity.com erhält Cadex Electronics
viele interessante Fragen von Akkubenutzern. So schreibt einer:
"Hallo! Ich suche den Grund für ein seltsames Phänomen.
Meine Kollegin und ich haben identische Handys vom gleichen Anbieter.
Nachdem sie in eine neue Wohnung umgezogen war, war die Laufzeit
ihres Akkus plötzlich wesentlich kürzer. Ich konnte es
nicht glauben; aber dann bemerkte ich, dass auch mein Akku sich
anders verhält, wenn ich unterwegs bin. Gibt es da eine rätselhafte
Kraft, die den Akku anzapft?"
Tatsächlich gibt es diese rätselhafte Kraft, die den Akku
anzapft. Ein aktiviertes Handy steht in ständiger Kommunikation
mit dem nächsten Funkmast, prüft rund jede Sekunde, ob
ein Anruf hereinkommt und benötigt dafür Energie. Die
Sendeleistung wird an die Signalstärke angepasst. Je näher
sich das Handy am Funkmast befindet, desto weniger Energie wird
für die Kommunikation benötigt. Wenn man sich weiter weg
oder in einem Umfeld mit elektrischen Störwellen wie einem
Einkaufszentrum, einem Krankenhaus oder einer Fabrik befindet, wird
mehr Energie benötigt. Dies ist mit einem Restaurantbesuch
vergleichbar. Ist dort nicht viel los, kann man sich leise unterhalten;
ist es jedoch voll, reden alle laut, um sich verständlich zu
machen.
Es hat seine Vorteile, in der Nähe eines Funkmastes zu wohnen,
denn der Akku muss weniger oft geladen werden. Kurz gesagt sind
Funkmasten des Akkus beste Freunde. Es macht aber auch einen Unterschied,
wo im Haus das Handy sich befindet. Bei einem Treffen mit einem
großen englischen Handyanbieter wies ein Manager darauf hin,
dass sein Sohn wesentlich kürzere Standby-Zeiten hat, seit
er sein Zimmer im Keller bezogen hat. Darum sollte man sein Handy
möglichst in einem oberen Stockwerk in einem Zimmer liegen
haben, das Richtung Funkmast gelegen ist. Und wenn man mit dem Auto
unterwegs ist, sollte das Handy nicht auf dem Boden liegen, sondern
auf Fensterhöhe, aber nicht dem direkten Sonnenlicht ausgesetzt,
da Hitze den Akku beschädigen kann.
Das gleiche Prinzip der Energieeinsparung gilt für die TETRA-
und P25-Funk, drahtlose Telefone, Wi-Fi und Bluetooth. Ein am Gürtel
sitzendes Handy, das in Verbindung mit einem drahtlosen Headset
benutzt wird, hat eine längere Laufzeit, als wenn das Handy
beim Kochen auf dem Esstisch liegt. Ein Bluetooth-Headset benötigt
mehr Energie, wenn es weiter vom Benutzer entfernt ist, obwohl die
Qualität der Kommunikation die gleiche sein mag.
Dazu muss gesagt werden, dass durch das richtige Positionieren eines
Drahtlosgeräts nur dann Energie gespart wird, wenn das Gerät
eingeschaltet ist. Der Ruhestrom ist sehr gering, wenn solch ein
Gerät ausgeschaltet ist und der Akku nur Haushaltfunktionen
wie die Versorgung der Uhr erfüllen muss. Haushalten und Selbstentladung
kommen im Monat zusammen auf nur 5-10% der zur Verfügung stehenden
Akkuenergie.
In den vergangenen Jahren sind bei den Standby- und Sprechzeiten
große Fortschritte gemacht worden. Die Energiedichte des Lithiumion-Akkus
konnte seit seiner Einführung Anfang der 90er Jahre verdoppelt
werden. Außerdem verbrauchen die heutigen Empfänger-
und Demodulatorkreise wesentlich weniger Energie. Abbildung 1 zeigt,
wie der Leistungsbedarf dieser Kreise seit 2002 abgefallen ist.
Es sei nochmals darauf hingewiesen, dass diese Minderung nur für
Standby und Empfang gilt. Senden benötigt gegenüber Empfang
und Demodulation eine rund fünf Mal so große Leistung.
Doch haben auch die Sendekreise der modernen Handysets heute einen
besseren Wirkungsgrad.
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Abbildung
1: Abfall des Leistungsbedarfs. Zusätzlich zu Akkus
mit höherer Kapazität haben die Handyhersteller
den Leistungsbedarf der Empfänger- und Demodulatorkreise
erheblich gesenkt. (Sieber et al., 2004). |
Es liegt nicht immer am Akku
Wenn das Handy tot ist, wird oft dem Akku die Schuld gegeben, denn
der Akku ist das einzige Teil eines Handys, das der Nutzer selbst
austauschen kann. Die Werkstatt tauscht das Pack oft aus, ohne es
zu testen, sodass der gleiche Fehler wieder auftritt.
Mit dem Umsteigen von Nickel- zu Lithiumionen-Akkus sind viele Probleme
ausgeschaltet worden. Lithiumion-Packs sind wartungsfrei und müssen
nicht regelmäßig entladen werden, damit die Kapazität
erhalten bleibt, denn es gibt hier keinen Memory-Effekt. Und doch
verdächtigt der Nutzer bei vielen Problemen oft den Akku. Die
Folge ist, dass viele gute Packs ausgewechselt und weggeworfen werden.
Dies kostet der Handybranche jährlich zehn Millionen Dollar.
Handyanbieter geben an, dass 90% der zurückgegebenen Akkus
problemlos gewartet werden können.
Heute stehen Geräte zur Verfügung, die einen Akku schnelltesten
können, während der Kunde im Laden wartet. Muss der Akku
gewartet werden, erhält der Kunde einen Austauschakku, der
bereits gewartet worden ist. So werden Versandkosten eingespart
und der Akkuhersteller wird nicht mit Tonnen zurückgegebener
Akkus überschüttet.
In Abbildung 2 ist der Serviceablauf dargestellt: Der Kunde bringt
sein Handy zum Einzelhändler, der Akku wird getestet, und der
Kunde erhält ein Austauschpack. Das Austauschpack wird von
einem Vorrat von Packs genommen, die in der Werkstatt des Ladens
mit einem Akkuanalysegerät gewartet worden sind. Dieses Austauschprogramm
wurde vor kurzem von einem großen Serviceanbieter mit Erfolg
ausprobiert: Kein Akku wurde wegen eines Defekts zurückgegeben.
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Abbildung
2: Ein Handy mit Verdacht auf Akkuausfall wird in den Laden
gebracht.
Der Akku wird getestet, während der Kunde wartet. Muss
der Akku gewartet werden, erhält der Kunde einen Austauschakku.
Durch das Warten der Akkus beim Einzelhändler spart die
Branche Millionen Dollar und die Kunden sind zufriedener.
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Pro Tag und Laden werden im Durchschnitt zehn Akkus zurückgegeben,
schätzt ein amerikanischer Handyanbieter. Für die Bearbeitungskosten
können 15 US$ pro Pack angenommen werden. Für einen Laden
summiert sich das auf 150 Dollar pro Tag. Um etwas gegen diese hohen
Kosten zu unter-nehmen, nahmen zehn Läden an einem einmonatigen
Pilotprojekt teil, bei dem die Akkus der Kunden direkt im Laden
mit einem Akkuanalysegerät von Cadex getestet und gewartet
wurden. In diesem kurzen Zeitraum wurden 1981 Akkus gerettet und
damit rund 30.000 Dollar eingespart.
Akku-Schnelltest
Eines der wichtigsten Merkmale eines modernen Akkuanalysers sind
präzise Testresultate durch Schnelltests. In der Vergangenheit
wurde der Gesundheitszustand eines Akkus durch Messen des Innenwiderstands
geschätzt. Abbildung 3 zeigt jedoch, dass die Fähigkeit
eines Akkus, Energie zu lagern, nicht unbedingt vom Innenwiderstand
abhängt ist. Bei bestimmten Lithiumion-Akkus kann die Kapazität
über die Lebenszeit des Akkus auf die Hälfte des Neuwerts
absinken, ohne dass der Innenwiderstand merklich ansteigt.
| Abbildung
3: Verhältnis Kapazität zu Innenwiderstand über
die Lebenszeit eines Akkus in Zyklen. Der Gesundheitszustand
eines Lithiumion-Akkus kann nicht allein durch Messen des
Widerstands festgestellt werden. |
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Die
besten Ergebnisse werden erzielt, wenn ein Akku unter normalen
Betriebsbedingungen getestet wird. QuickSort ist eine
solche von Cadex entwickelte Methode, die auf dem elektrochemisch
dynamischen Verhalten eines Akkus basiert ist. Sie ist mit
einem Hebelarm unter Last vergleichbar. Ein starker Arm bleibt
starr, während sich ein schwacher Arm unter Last biegt
und träge wird. Dieses Verhalten kann bei der Beurteilung
des Gesundheitszustandes eines Akkus genutzt werden. QuickSort
erzielt eine richtige Beurteilung von 90% über eine große
Anzahl verschiedener Lithiumion-Akkus verschiedener Ladezustände. |
Eine relativ große Anzahl von Akkus fällt wegen
Tief-entladung aus. Dies hat das Cadex-Labor festgestellt,
als es 1000 zurückgegebene Packs überprüfen
sollte. Von diesen Packs hatten 30% keine Spannungsanzeige
und schienen tot zu sein. Der Grund war ein zu tiefes Entladen.
Bei einer Spannung zwischen 2,5 und 2,8 V schaltet ein interner
Sicherheitskreis den Lithiumion-Akku ab, der daraufhin in
einen Schlafmodus übergeht, in dem ein Wiederaufladen
nicht möglich ist. Das Boost-Programm des Akkuanalysers
C7000 von Cadex aktiviert den Sicherheitskreis wieder und
bringt den Akku damit zurück ins Leben. Diese Wieder-herstellung
ist permanent, und das Pack kann dem Kunden zurückgegeben
werden. Abbildung 4 stellt diesen Prozess dar. |
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Abbildung
4: Der zu tief entladene Akku erhält einen "Boost"-Strom,
der die Zellenspannung wieder in den Betriebsbereich anhebt,
wodurch der Sicherheitskreis wieder aktiviert und eine Ladung
möglich wird. |
Damit ein Handyakku nicht in den Schlafmodus fällt, ist es
empfohlen bei einer "Low Bat"-Anzeige den Akky mindestens
30 Minuten zu laden. Ohne diese Speisung kann durch Selbstentladung
und periphere Lasten der Akku zu tief entladen werden. Dies kann
zu der oben beschrieben Deaktivierung führen.
Neben den Funktionen Schnelltest und Boost bieten die meisten Akkuanalyser
auch ein komplettes Wartungsprogramm, das aus Lade- und Entladezyklen
besteht. Diese Programme können die Akkus am besten beurteilen
und sind für die Wartung von Austauschakkus empfohlen. Abbildung
5 illustriert den Cadex C7400 Analyser.
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Abbildung
5: Der Akkuanalyser Cadex C7400
bietet QuickSort, Boost und komplette Wartungsprogramme.
Die vier Ladeschächte nehmen praktisch jeden Kleinakku
auf. |
Ein brauchbares Schnelltesten von Akkus beim Einzelhändler
wurde erst durch moderne Akkuanalyser möglich. Das Testen im
Laden verbessert den Kundendienst und die Kunden erfreuen sich daran.
Durch den Einsatz solcher Analyseger konnten Unternehmen ihre akkubezogenen
Reklamationskosten erheblich senken. Auch die Akkuhersteller stehen
dem Im-Laden-Testen positiv gegenüber, da sie nicht mehr mit
Garantieansprüchen überhäuft werden und Geld sparen.
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Created: October 2007
Über den Autor Isidor Buchmann ist der Gründer und Geschäftsführer
von Cadex Electronics Inc., in Vancouver BC. Herr Buchmann hat fundierte Basiskenntnisse
in der drahtlosen Kommunikation und studierte über zwei Jahrzehnte hinweg
das praktische Verhalten von wiederaufladbaren Batterien und ihre täglichen
Verwendungen. Als Autor gewann er Auszeichnungen für viele Artikel und Bücher
über Batterien. Herr Buchmann's technische Ausführungen gingen rund
um die Welt. Cadex Electronics ist Hersteller von fortschrittlichen Batterieladegeräten,
Batterieanalysern und PC-Software. Für Produktinformationen besuchen Sie
bitte www.cadex.com.
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