| |
Die Batterie der Zukunft Wie stark hat sich die
Batterie während den vergangenen 150 Jahren entwickelt? Verglichen mit anderen
Fortschritten war die Verbesserung im besten Fall mittelmässig. Eine Batterie
enthält verhältnismässig wenig Leistung, ist unförmig, schwer
und hat eine kurze Lebenserwartung. Die Batterieleistung ist somit sehr teuer.
Je kleiner die Batterie ist, umso höher werden die Kosten pro Watt Leistung.
Noch hängt die Menschheit von der Batterie als eine wichtige Leistungsquelle
ab. Die Geschwindigkeit des Fortschritts der Technologie der tragbaren
und mobilen Geräten hängt stark von der Batterie ab. Diese Energiequelle
ist so wichtig, dass die Entwicklungsingenieure die tragbaren Geräte um die
Batterie herum entwickeln, eher als umgekehrt. Mit jeder wesentlichen Verbesserung
der Batterie öffnet sich die Tür zu neuen Produkten und verbesserten
Anwendungen. Es ist der Verdienst der Batterie, wenn wir von Haus und Bureau entfernt
kommunizieren können. Je besser die Batterie ist, umso grösser ist unsere
Mobilität und unsere Freiheit. Die grössere Einsatzzeit von
neuen tragbaren Geräten kann nicht nur der höheren Energiedichte der
Batterie zugeschrieben werden. Grosse Verbesserungen wurden erreicht durch Reduktion
des Stromverbrauchs der tragbaren Geräte. Einige dieser Verbesserungen werden
jedoch wieder aufgehoben durch die Nachfrage nach höheren Rechengeschwindigkeiten
von Laptops und schnellerer Datenübermittlung von Zellulartelefonen.
Wenn das Elektromobil den Durchbruch als Transportsystem nicht geschafft
hat, ist das wegen der Batterie. Kurze Distanzen zwischen dem Wiederaufladen und
begrenzte Lebenserwartung der Batterie waren zu beklagen. Der Benutzer wünscht
eine Batterie, die dieselbe Lebenserwartung aufweist wie das Fahrzeug selbst,
aber die Batteriehersteller zögern, die verlangte Garantiezeit von 8 bis
10 Jahren abzugeben. Die Forschung im Bereich der Batterien schreitet gleichmässig
fort. Der durchschnittliche, jährliche Kapazitätsgewinn beträgt
etwa 6%. Im Vergleich dazu zeigt die Mikroelektronik viel bessere Werte.
Gordon Moore machte 1965 eine bemerkenswerte Voraussage, als er sagte, dass die
Anzahl Transistoren pro integrierte Schaltung sich alle zwei Jahre verdopple.
Durch Intels unerbittliche, technologische Fortschritte, wurde das Gesetz von
Moore (www.intel.com/research/silicon/moreslaw.htm) weitergeführt und wurde
auch ins 21. Jahrhundert übernommen. Vergleichbare Fortschritte würden
eine Grosse Autobatterie zur Grösse eines Geldstückes schrumpfen lassen,
wenn sie sich auf Batterien anwenden lassen würden.Wird
die Treibstoffzelle die Batterie eines Tages ersetzen? Mehr als 2000
Organisationen weltweit sind in die Entwicklung von Treibstoffzellen involviert.
Dafür gibt es einen guten Grund - es handelt sich um ein grosses Konzept.
Und doch hat die Treibstoffzelle seit ihrer Erfindung 1839 durch Sir William Grove
bis heute nur einen kleinen Einfluss auf unser tägliches Leben gewonnen.
Im Vergleich dazu erfreut sich der Verbrennungsmotor, der ungefähr zur gleichen
Zeit wie die Treibstoffzelle erfunden wurde, einer viel breiteren Anwendung.
Die Treibstoffzelle wurde im Gemini Weltraum Programm 1960 angewendet, gefolgt
von Versuchen in Bussen und Fahrzeugen um 1990. Eines der grössten Hindernisse
waren die hohen Energiekosten. Die Kosten pro Watt mussten um einen Faktor Zehn
reduziert werden, um mit anderen Quellen konkurrenzfähig zu werden, wie z.B.
mit dem Verbrennungsmotor. Die Verbesserungen der Treibstoffzelle im
Verlauf der letzten 10 Jahre waren bescheiden. Versuche zur Massenproduktion sind
gescheitert, obwohl vier staatliche Gesellschaften in Nordamerika zwischen 1999
und 2001 über 1000 Millionen Dollars in Aktion investiert haben. Auch wenn
frühere Investitionen dank Produkteverkauf zurückbezahlt werden konnten,
wird das Erreichen der Gewinnzone für Treibstoffzellen noch Jahre dauern.Heute
sind 45% der durch die vier Gesellschaften investierten Gelder als verloren zu
betrachten. Verteidiger von Treibstoffzellen werben dafür, mit dem
Argument, dass sie vorgesehen sind, die Batterie zu ersetzen, aber das Gegenteil
ist der Fall in mobilen und tragbaren Anwendungen. Die Treibstoffzelle hat eine
definierte Leistungsbandbreite, in der sie effizient arbeitet. Ausserhalb dieses
Bereichs verliert die Treibstoffzelle an Effizienz. In kaltem Zustand beginnt
sie schleppend zu funktionieren und begrenzte Ladung ist eine weitere Einschränkung.
Bis diese Punkte gelöst sind, wird die Treibstoffzelle als Generator funktionieren,
der die zum Führen des Fahrzeugs nötige Autobatterie auflädt.
Es gibt auch Probleme mit der Langlebigkeit der Anlage. Die Membranen, der
Kern der Anlage, degenerieren zu schnell. Das Ersetzen der Anlage ist der grösste
Ausgabenpunkt. Bis diese Probleme eine Lösung gefunden haben, wird die Treibstoffzelle
für Spezialanwendungen reserviert bleiben, wie z.B. als Leistungsquelle (und
Wasserherstellung) für Weltallflugkörper und auch für Unterseeboote.
In solchen Fällen können keine Verbrennungen verwendet werden und keine
giftigen Nebenprodukte können toleriert werden. Experten glauben,
dass Treibstoffzellen, so wie wir sie heute kennen, in Fahrzeugen nur dann Verwendung
finden werden, wenn der fossile Brennstoff zur Neige geht, oder wenn seine Verwendung
durch Gesetze verboten würde, aus Gründen des Umweltschutzes. Es sind
Aussagen gemacht worden, dass Treibstoffzellen nie als Antriebselement für
die Massenproduktion von Automobilen gewählt werde. Dies entspricht dem Gedanken,
dass eine Dampfmaschine um 1800 nie vorgesehen war, ein Flugzeug anzutreiben.
Es werden ständig Verbesserungen an der Treibstoffzelle vorgenommen,
aber die so erhaltenen Resultate sind schlechter, als bei anderen Technologien.
Schliesslich wird die Treibstoffzelle vielleicht einen wichtigen Nischenmarkt
finden, der sich ausserhalb der Domaine des umweltverschmutzenden Verbrennungsmotors
liegt. Sollte ein wesentlicher Durchbruch erfolgen und sollte die Treibstoffzelle
eine echte alternative Energiequelle werden, würde unsere Welt sauberer werden,
und die gesamte Menschheit wäre dafür dankbar. Was
ist nächste "Wunderbatterie"? Die nächste 'Wunderbatterie'
ist nirgendwo in Sicht, und die Batterie bleibt der 'Schwachpunkt' in der absehbaren
Zukunft. Solange die Batterie auf einem elektro-chemischen Prozess basiert, müssen
Einschränkungen von Leistungsdichte und kurze Lebenserwartungen in den Überlegungen
berücksichtigt werden. Wir müssen diese Einschränkungen akzeptieren
und unsere Geräte darum herum bauen. Das Volk möchte eine unerschöpfliche
Energiequelle mit sehr kleinen Abmessungen, die billig ist, sicher und sauber.
Ein radikales Umdenken wird nötig sein, um diesen unlöschbaren Durst
für mobile und tragbare Leistung befriedigen zu können. Es ist jedermanns
Vermutung, dass eines Tages eine super-elektro-chemische Batterie, eine stark
verbesserte Treibstoffzelle, eine futuristische Atomfusions-Batterie oder irgend
ein anderes Geräte zur Energiespeicherung diesen Wunsch erfüllen wird.
Für viele aber wird dieser Durchbruch nicht mehr in unserem Leben erfolgen.
Referenzen: The Roethle Group, Inc, USA www.theroethlegroup.com
_________________________
Created: April 2003, Last edited: January 2005
Über den
Autor Isidor Buchmann ist der Gründer und Geschäftsführer von
Cadex Electronics Inc., in Vancouver BC. Herr Buchmann hat fundierte Basiskenntnisse
in der drahtlosen Kommunikation und studierte über zwei Jahrzehnte hinweg
das praktische Verhalten von wiederaufladbaren Batterien und ihre täglichen
Verwendungen. Als Autor gewann er Auszeichnungen für viele Artikel und Bücher
über Batterien. Herr Buchmann's technische Ausführungen gingen rund
um die Welt. Cadex Electronics ist Hersteller von fortschrittlichen Batterieladegeräten,
Batterieanalysern und PC-Software. Für Produktinformationen besuchen Sie
bitte www.cadex.com.
Click
here for a printer-friendly version
©
Copyright 2003 - 2005 Isidor Buchmann
| |