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Das
schnelle Testen von Batterien
Beim Betrachten der Charakteristik, bezogen auf den Gesundheitszustand (SoH)
und den Ladezustand (SoC) einer Batterie, so können interessante und störende
Effekte beobachtet werden - die Eigenschaften sind kompliziert und nicht linear.
Das Schlimmste an allem ist, dass die Parameter einzigartig sind für jeden
Batterietyp. Diese natürliche Komplexität macht es schwierig, eine Formel
für den Schnelltest zu erfinden, die auf alle Batterietypen zutrifft.
Trotz diesen scheinbar unüberwindbaren Hindernissen, ist ein Batterieschnelltest
möglich. Aber die Frage stellt sich, wie zuverlässig diese Testresultate
sind und wie kann das System an die verschiedenen Batterietypen angepasst werden.
Die Kosten der Messinstrumente und eine leichte Bedienung sind auch von Wichtigkeit.
Dieser Artikel bewertet die zur Zeit angewandten Methoden, welche den Test unter
Belastung, den Leitfähigkeitstest und den 6-Punkte-Test, der von Cadex entwickelt
wurde, beinhaltet.
Der
Test unter Belastung
Der Test unter Belastung ergibt wichtige Informationen
über die Batterie, bestehend aus der offenen Klemmenspannung, der Klemmenspannung
unter Belastung und des Innenwiderstandes. Batterien auf Nickelbasis sollten immer
eine offene Klemmenspannung von ca. 1.1V/Zelle anzeigen, auch wenn sie leer ist.
Die elektrochemische Reaktion der verschiedenen Metalle in der Zelle ergeben dieses
Spannungspotential. Eine tiefere Spannung kann eine Anzeige für hohe Selbstentladung
oder einen teilweisen elektrischen Kurzschluss sein. Eine Batterie auf
Bleibasis muss immer geladen sein, und die offene Klemmenspannung sollte 2.0V/Zelle
oder höher sein. Wenn sie tiefer als 2.0 Volt ist, wird eine Sulfatierung
aufgebaut, die das weitere Aufladen schwierig, wenn nicht unmöglich macht.
Eine offene Klemmenspannung von 2.10V/Zelle zeigt an, dass die Batterie, grob
geschätzt, 50% geladen ist. Die Spannung einer Batterie auf Lithiumbasis
kann in einem gewissen Mass einen Hinweis auf den Ladezustand (SoC) geben. Eine
voll geladenen Zelle zeigt ca. 4.0V/Zelle an, und an einer teilweise geladenen
Zelle misst man eine Spannung zwischen 3.0 und 4.0V/Zelle.Der
Test unter Belastung verwendet eine momentane Last, während der die Spannung
gemessen wird. Strom durch Spannung ergibt den Widerstand. Zuverlässigere
Resultate werden erhalten, wen die Belastung in zwei Schritten erfolgt. Figur
1 zeigt den Spannungsverlauf eines solchen Tests in zwei Schritten.
| | Figur
1:DC Belastungstest. Der DC-Belastungs-test misst den Batte-rie-Innenwiderstand
mit Hilfe des Span-nungsabfalls bei zwei verschiedenen Lasten verschie-dener Stärken. |
Der
AC-Leitfähigkeitstest Eine andere Methode, den Batterie-Innenwiderstand
zu messen, ist der AC-Leitfähigkeitstest. Ein Wechselstrom von 50 bis 1000
Hz wird an den Batterieklemmen angelegt. Die Reaktanz der Batterie ergibt eine
Phasenverschiebung zwischen Spannung und Strom, welche den Zustand der Batterie
umschreibt. Die AC-Leitfähigkeit arbeitet am besten mit Einzelzellen. Figur
2 zeigt die Beziehung zwischen Spannung und Strom an einer Batterie.
 | Figur
2: AC-Belastungstest Die AC-Methode misst die Phasen-verschiebung zwischen Spannung
und Strom. Die Batteriereaktanz und/oder die Spannungsabweich-ungen werden verwendet,
um die Impedanz zu berechnen. | Gewisse
AC-Widerstandsmessgeräte verwenden nur Ladefaktor und ignorieren die Informationen
betreffs der Phasenverschiebung. Diese Technik verhält sich ähnlich
wie die Impulsmethode, in welcher die Wechselspannung der Batteriegleichspannung
überlagert wird, und als kurze Lade- und Entladeimpulse agiert. Die Amplitude
der Stromschwankungen wird verwendet, um den Innenwiderstand zu berechnen.
Es gibt einige Unterschiede in der Widerstandsmessung zwischen 'Test unter
Belastung' und 'AC-Leitfähigkeitstest'. Die Unterschiede sind deutlicher
bei schlechteren Batterien als bei guten Batterien. Welches der Resultate ist
richtig? In verschiedener Beziehung ist die AC-Leitfähigkeitsmessung jener
des Tests unter Belastung überlegen. Trotzdem kann eine Ein-Frequenzenmessung
nicht genügend Daten erfassen, um die Batterie ausreichend zu definieren.
Mehr-Frequenzenmessgeräte werden entwickelt, aber ihre Komplexität steigt
exponentiell an mit der Anzahl der verwendeten Frequenzen Widerstandsmessungen,
als Gesamtes, ergeben nur ein grobes Bild der Batterieleistung, da mehrere Batterieeigenschaften
die Messungen beeinflussen. Zum Beispiel, eine Batterie, die soeben aufgeladen
wurde, zeigt eine höhere Widerstandsmessung an, als eine, die während
einiger Stunden geruht hat. Eine leere oder beinahe leere Batterie zeigt ebenfalls
einen erhöhten Innenwiderstand. Um zuverlässige Messresultate zu erhalten,
muss die Batterie zumindest 50% geladen sein. Im weiteren beeinflusst
die Temperatur die Messungen des Innenwiderstandes. Eine heisse Batterie misst
tiefere Widerstandswerte als eine bei Umgebungstemperatur oder gar eine, die kalt
ist. Dazu kommt ausserdem, dass die Chemie, die Anzahl der in Serie geschalteter
Zellen und die Stromeinstellungen (angegeben in mAh) einer Batterie, die Resultate
beeinflussen. Viele Batterien enthalten ebenfalls eine Schutzschaltung, die zusätzlich
die Messresultate verzerren. Der
Schnelltest von Cadex (QuickTest) Cadex Electronics hat eine Methode
entwickelt, um den Gesundheitszustand (SoH) einer Batterie in 3 Minuten bestimmen
zu können. QuickTest verwendet ein hängiges Patent mit Interferenzalgorithmen
zur Verschmelzung der Daten aus sechs Variablen, Kapazität, Innenwiderstand,
Selbstentladung, Ladeakzeptanz, Entlademöglichkeit und Beweglichkeit des
Elektrolyts. Die Daten werden verglichen mit Referenzalgorithmen, um eine zuverlässige
Anzeige des Gesundheitszustandes in Prozent zu erhalten. Figur 3 zeigt die allgemeine
Struktur eines solchen Netzwerkes.
 | Figur
3: Allgemeine Struktur des Cadex Schnelltests Mehrere Variabeln
werden in einem Mikroprozessor gemischt und mit einer Parallellogik verarbeitet.
Diese Informationen werden verglichen und gemäss den Batterie-Anwendungen
gewichtet |
Der Schnelltest QuickTest ist in den Batterieanalysern der Serie Cadex C7000
eingebaut und wird verwendet für die Wartung von Batterien auf Nickel-, Lithium-
und Bleibasis, für Funkgeräte, Mobiltelefone, Laptop's, Scanner und
medizinische Geräte. Die Analyser sind programmierbar durch den Benutzer,
und können verschiedene Funktionen erfüllen, wie u.a. formatieren und
regenerieren von Batterien, Schnellladung, Test der Lebenserwartung und 'aufwecken'.
QuickTest verwendet batteriespezifische Matrizen, die erhalten werden
können durch eine Lernprozedur des Analyser's. Diese Lernmöglichkeit
erlaubt das Erfassen von neuen Batteriemodellen im Feld. Die Matrizen werden in
den Batterieadaptern gespeichert, und konfigurieren automatisch den Analyser mit
den richtigen Batterieeinstellungen. Die Adapter enthalten normalerweise die Matrizen
ab Produktion. Wenn nicht, können die Matrizen im Feld eingelesen werden,
durch 'Lesen' von Batteriedaten von zwei oder mehr Batterien mit dem Learn-Programm
des Analyser's. Der benötigte Ladezustand, um den QuickTest durchführen
zu können, ist 20 bis 90%. Wenn der Ladezustand ausserhalb dieses Bereiches
liegt, führt der Analyser automatisch eine kurze Ladung oder Entladung durch.
Wie ist die Definition des Gesundheitszustandes (SoH) und wann soll eine Batterie
ersetzt werden? Der SoH zeigt die allgemeinen Batterieeigenschaften, basiert auf
den oben erwähnten Variabeln, die da sind Kapazität, Innenwiderstand,
Selbstentladung, Ladeakzeptanz, Entlademöglichkeit und Beweglichkeit des
Elektrolyts. Wenn eine dieser Variabeln einen schlechten Messwert anzeigt, wird
das Endresultat entsprechend beeinflusst. Eine Batterie hat vielleicht eine gute
Kapazität, aber der Innenwiderstand ist hoch. In diesem Fall wird das SoH-Messresultat
entsprechend verschlechtert. In ähnlicher Weise werden Negativpunkte ermittelt,
wenn die Batterie eine hohe Selbstentladung oder andere chemische Mängel
zeigt. Eine Batterie sollte ersetzt werden, wenn der SoH unterhalb 80% fällt.
Über
den Autor Isidor Buchmann ist der Gründer und Geschäftsführer
von Cadex Electronics Inc., in Vancouver BC. Herr Buchmann hat fundierte Basiskenntnisse
in der drahtlosen Kommunikation und studierte über zwei Jahrzehnte hinweg
das praktische Verhalten von wiederaufladbaren Batterien und ihre täglichen
Verwendungen. Als Autor gewann er Auszeichnungen für viele Artikel und Bücher
über Batterien. Herr Buchmann's technische Ausführungen gingen rund
um die Welt. Cadex Electronics ist Hersteller von fortschrittlichen Batterieladegeräten,
Batterieanalysern und PC-Software. Für Produktinformationen besuchen Sie
bitte www.cadex.com.
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